Ingenieurbau
Konstruktiver Ingenieurbau in seiner ganzen Breite: Kläranlagen, Schächte, Windkraftanlagen und die Sicherung historischer Bausubstanz.
Konstruktiver Ingenieurbau
Der konstruktive Ingenieurbau umfasst alles, was weder Hochbau noch Brücke ist und trotzdem getragen werden muss: Bauwerke der Wasserwirtschaft, Behälter und Schächte, Fundamente für Windkraftanlagen, Stützbauwerke und die Sicherung historischer Bausubstanz. Gemeinsam ist diesen Aufgaben, dass es für sie keine Standardlösung gibt.
Wasserwirtschaft und Behälterbau
Becken, Behälter und Schachtbauwerke von Kläranlagen sind wasserundurchlässige Betonkonstruktionen. Maßgebend sind hier selten die Traglasten, sondern Zwang und Rissbreitenbegrenzung: Temperatur, Schwinden und die Behinderung der Verformung entscheiden über Bewehrung und Fugenkonzept. Dazu kommen die chemische Beanspruchung aus dem Medium und die Anforderung, dass die Bauwerke im laufenden Betrieb saniert werden müssen.
Bauen im Grundwasser
Liegt ein Bauwerk im Grundwasser, kehrt sich die übliche Betrachtung um. Nicht das Gewicht ist das Problem, sondern der Auftrieb, und zwar besonders im leeren Zustand während der Bauzeit oder bei der späteren Revision. Der Nachweis gegen Aufschwimmen bestimmt dann Wandstärken, Sohlplatte und teilweise den gesamten Bauablauf. Auch die Wasserhaltung während der Bauzeit gehört zu den Randbedingungen, die früh geklärt sein müssen.
Gründungen und Sonderbauwerke
- Fundamente für Windkraftanlagen
- Stütz- und Winkelstützwände
- Schacht- und Behälterbauwerke
- Bauwerke im Grundwasser und Auftriebsnachweise
- Sicherung und Ertüchtigung historischer Bausubstanz
Bestand und Denkmal
Bei historischer Bausubstanz gelten andere Maßstäbe. Historische Konstruktionen lassen sich mit heutigen Modellen nur begrenzt abbilden, gleichzeitig soll möglichst wenig Substanz verloren gehen. Die Aufgabe besteht meist darin, mit minimalem Eingriff ausreichende Sicherheit nachzuweisen, und dafür zuerst zu verstehen, wie das Bauwerk tatsächlich trägt. Wer hier zu schnell rechnet, verstärkt am Ende Bauteile, die seit zweihundert Jahren tragen.
Fragen, die uns oft gestellt werden
Was zählt zum konstruktiven Ingenieurbau?
Alle Bauwerke, deren Tragwerk die eigentliche Bauaufgabe ist: Bauwerke der Wasserwirtschaft, Behälter, Schächte, Stützbauwerke, Fundamente für Windkraftanlagen und Sonderkonstruktionen. Die Abgrenzung zum Hochbau verläuft nicht scharf. Entscheidend ist, dass Funktion und Tragwerk hier zusammenfallen.
Warum ist bei Kläranlagen die Rissbreite so wichtig?
Weil die Bauwerke wasserundurchlässig sein müssen. Maßgebend ist dabei meist nicht die Traglast, sondern Zwang aus Temperatur und Schwinden. Bewehrung und Fugenkonzept werden deshalb auf die Begrenzung der Rissbreite ausgelegt und nicht allein auf die Tragfähigkeit.
Können Bauwerke im laufenden Betrieb saniert werden?
In der Regel ja, bei Anlagen der Wasserwirtschaft ist das sogar die Regel und nicht die Ausnahme. Voraussetzung ist eine Planung in Bauabschnitten, die den Betrieb der Anlage berücksichtigt, einschließlich der Nachweise für die dabei auftretenden Bauzustände.
Arbeiten Sie auch an denkmalgeschützten Bauwerken?
Ja. Bei historischer Bausubstanz geht es darum, mit möglichst geringem Eingriff ausreichende Sicherheit nachzuweisen. Das setzt voraus, das vorhandene Tragverhalten zuerst zu verstehen, statt es durch eine neue Konstruktion zu ersetzen.
Ihr Projekt passt in keine Schublade? Umso besser.
Ob Wohnhaus, Brücke oder Industrieanlage: Vom Alltagsprojekt bis zur anspruchsvollen Sonderlösung entwickeln wir das passende, wirtschaftliche Tragwerk.
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